Ich brauche psychologische Hilfe - was kann ich tun?
Du bist nicht allein. Wir helfen dir, den ersten Schritt zu machen.
Wenn Sorgen, Ängste oder belastende Gedanken zu viel werden, fühlt sich der Weg zu Hilfe oft unklar an. Vielleicht weißt du nicht, an wen du dich wenden kannst oder fühlst dich mit deinen Gedanken allein.
Es gibt Unterstützung – und du darfst sie annehmen.
Hier findest du Möglichkeiten, wie du psychologische Hilfe bekommen kannst.
Schnelle Hilfe bei akuter Belastung
Wenn du gerade nicht weißt, wohin du dich wenden sollst, sind Telefon- und Krisenangebote ein sicherer erster Schritt. Du kannst dort anonym sprechen und wirst ernst genommen.
- TelefonSeelsorge
0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
(kostenlos, anonym, rund um die Uhr) - In akuten Notlagen
z. B. bei Suizidgedanken oder Gewalt:
112 (Notruf)
Akute Krise
Wenn du Angst hast, dir selbst etwas anzutun oder dich nicht sicher fühlst:
112 – du darfst jederzeit Hilfe holen.
Hausärzt*in als erste Anlaufstelle
Dein Hausarzt oder deine Hausärztin kann ein wichtiger erster Ansprechpartner sein:
- du kannst dort offen über deine Beschwerden sprechen
- du bekommst Unterstützung bei der Einordnung deiner Situation
bei Bedarf erhältst du eine Überweisung zur Psychotherapie
Psychotherapeut*innen finden
Einen Therapieplatz zu finden kann schwierig sein – aber es gibt mehrere Wege:
- Kassenärztliche Vereinigung (KVWL)
Online-Suche nach Psychotherapeut*innen mit Kassenzulassung
Arzt- und Psychotherapeutensuche | KVWL - Patientenservice 116 117
116 117 oder online über 116117.de
Unterstützung bei der Terminfindung - Private Praxen
Oft kürzere Wartezeiten, aber mit eigenen Kosten verbunden
Tipp:
Rufe mehrere Praxen an. Viele haben feste Telefonsprechzeiten.
Du kannst dich oft auf Wartelisten setzen lassen.
Wie komme ich an einen Therapieplatz?
- Überweisung:
Haus- oder Fachärzt*innen können eine Überweisung ausstellen - Wartezeit überbrücken:
- Selbsthilfegruppen
- Beratungsstellen
- Telefon- und Krisenangebote
- Online-Therapie:
Digitale Therapieangebote können eine Unterstützung sein, z. B.:- deprexis
- andere zertifizierte Online-Programme
(teilweise kostenpflichtig oder über Krankenkassen möglich)
Unterstützung durch Selbsthilfe & Beratungsstellen
Mit anderen zu sprechen kann entlasten:
- Selbsthilfegruppen bieten Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen
Selbsthilfeangebote im Kreis Unna - Beratungsstellen bieten:
- psychologische und psychosoziale Beratung
- Gespräche ohne lange Wartezeit
- Orientierung und Begleitung in schwierigen Lebenslagen
Hier gehts zu den Beratungsstellen
Gut zu wissen
Du brauchst keine Diagnose, um Hilfe zu suchen. Schon das Gefühl, dass es dir nicht gut geht, reicht aus.
Tipp
Es ist okay, Hilfe anzunehmen – auch mehrfach und an verschiedenen Stellen. Manchmal braucht es mehr als einen Versuch.
Kurz erklärt: Psychologische Hilfe bekommen
- Du bist mit deinen Sorgen nicht allein
- In akuten Krisen helfen TelefonSeelsorge und Notruf
- Hausärzt*innen sind oft der erste Schritt
- Therapieplätze sind knapp – mehrere Wege parallel nutzen
- Beratungsstellen und Selbsthilfe helfen beim Überbrücken von Wartezeiten
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